Marthas Reise
Mit filigranen Laser-Cuts und zarten Illustrationen wird die traumhafte Zug- und Assoziationsreise des Mädchens Martha bebildert.
Gleich einem Filmstreifen läuft eine Eisenbahnschiene von links nach rechts in das hochwertig ausgestattete Bilderbuch hinein, und schon begibt sich das Mädchen Martha auf eine traumhafte, poetisch erzählte Reise. Diese beginnt mit einer Abschiedsszene. Die Bahnhofsuhr zeigt Viertel nach zwei, die Mutter winkt und ein Zug setzt sich in Leserichtung in Bewegung. Vor viel Freiraum mit beigen, grauen, weissen Seiten lässt das Mädchen seine Gedanken schweifen. Anknüpfungspunkte für die verschlungenen, anmutig illustrierten Tagträumereien sind Zufallsfunde wie ein handgestrickter Schal oder ferne Zugvögel am Himmel, die zu zeitlosen assoziativen Verkettungen führen: Zärtliche Erinnerungen an Grossmutter und Grossvater tauchen ebenso auf wie die grossen Fragen des Lebens. «Bilder kommen und gehen», heisst es einmal und dazu bieten filigrane Laser-Cuts verspielte Durch- und Einblicke. Am Ende der zauberhaften Reise wartet der Vater: «Vier Uhr. Gleich gibt es Mohnkuchen.»
Kritikerjury

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TitelMarthas Reise
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Autor:inChristina Laube / Mehrdad Zaeri (Ill.)
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GenreFiction
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VerlagKnesebeck
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Erscheinungsdatum2018
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Seiten40
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Bewertung