Oma zu verkaufen
Dieser Kindercomic, der mit bissig-hintersinnigem Witz und herrlich schrägen Bildern erzählt, hat eine wichtige Botschaft: Familie ist unbezahlbar!
„Wir sind jung und brauchen das Geld!“ Gibt es eine einleuchtendere Begründung dafür, seine Oma (inkl. Hund) zu verkaufen? Wohl kaum. Martin Baltscheit und Thomas Wellmann treiben die Idee, dass man sich mit Geld alles kaufen kann, sogar die perfekte Familie, auf die Spitze. Was als Versehen beginnt – der Bruder wird auf dem Straßentrödel verkauft (obwohl er noch ganz neu war und eigentlich nur altes Spielzeig die Besitzer:innen wechseln sollte) – nimmt schnell ungeahnte Ausmaße an: Die Ich-Erzählerin ist auf den Geschmack gekommen und macht ihre Familie zu Geld. Selbst die Oma, die zunächst ein Ladenhüter zu sein scheint, findet schließlich einen Liebhaber, der sie zu einem Liebhaberpreis kauft und mit ihr in den wildromantischen Sonnenuntergang düst; der Opa wird gar als Sicherheit für einen dringend benötigten Kredit im Schließfach deponiert.
Martin Baltscheit und Thomas Wellmann erzählen ebenso bissig wie brillant und haben dabei eine ganz wichtige Botschaft: Mit Geld kann man vieles kaufen – Familienglück aber eben nicht. Oder doch?
Kritikerjury

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TitelOma zu verkaufen
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Autor:inMartin Baltscheit
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GenreComic / Graphic Novel
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VerlagKibitz
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Erscheinungsdatum2023
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Seiten32
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Illustrator:inThomas Wellmann
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Bewertung