Sommerhaus am See
In einem leisen Text und mit entrückten Bildern in Szene gesetzt, spiegeln sich hundert Jahre deutscher Geschichte in der Chronik eines kleinen Holzhauses.
Ein Haus erzählt seine Geschichte! 1927 von einem jüdischen Arzt – und Urgroßvater des Bilderbuchautors – an einem See nahe Berlin erbaut, spiegelt das kleine Holzhaus knapp hundert Jahre deutscher Geschichte. Wie ein Seismograf zeichnet es anhand seiner Bewohner die sich ständig verändernden politischen Verhältnisse auf. Hardings Familie, auf deren Spuren er sich in einem ruhigen und zurückgenommenen Ton begibt, rettet sich vor den Nazis nach London. Eine Musikerfamilie bekennt sich zur NSDAP und flüchtet doch vor dem drohenden Kriegseinsatz. Ein Paar aus der Stadt flieht erst vor den Bomben und dann vor der Sowjetarmee. Ein Straßenreiniger spioniert für die Stasi und erlebt den Bau der Mauer, die fast 30 Jahre lang den Zugang zum See versperrt. Breitformatige, atmosphärische Bilder illustrieren die außergewöhnliche Reise in die Vergangenheit, die von Soldaten, Panzern und grellen Scheinwerfern ebenso erzählt wie von Sternenlicht, Sandburgen oder köchelnder Suppe.
Kritikerjury

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TitelSommerhaus am See
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Autor:inThomas Harding / Britta Teckentrup (Illustration)
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GenreBiografie
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VerlagJacoby & Stuart
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Erscheinungsdatum2020
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Seiten48
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Bewertung